Bestnote im Modul ISI Instruktion / Schulung

15. April 2026

Bestnote im Modul ISI Instruktion / Schulung

Als Prozessfachmann/-frau ist eine klare und wirkungsvolle Kommunikation von zentraler Bedeutung. Daher ist das Modul ISI Instruktion / Schulung intern fester Bestandteil der Weiterbildung an der sfb.

Das Lernziel ist, dass die Studierenden praxisnahe und interne Schulungen planen, vorbereiten und durchführen können.

Der Kompetenznachweis findet am 4. Tag statt und besteht aus einer Schulungssequenz. Die Prüfung erfolgt in Gruppen: Eine Person führt die Schulung durch, während die anderen Mitstudierende instruiert werden.

Joshua Sandon, der aktuell als stellvertretender Teamleiter in der Logistik bei der SBB arbeitet, hat diese Aufgabe mit Bravour gemeistert und mit der hervorragenden Note 5.9 abgeschlossen. In seinem Arbeitsbereich Anlagenmanagement ist er gemeinsam mit seinem Team für die Aufarbeitung diverser Serviceanlagen zuständig, darunter Billettautomaten, Schliessfachanlagen und Entwerter. Im folgenden Interview gibt er Einblick in seine Vorgehensweise und spricht über die Herausforderungen, denen er sich bei der Vorbereitung und Durchführung seiner Schulungssequenzgestellt hat.

Können Sie beschreiben, wie Sie sich auf den Präsentationsteil des Moduls ISI vorbereitet haben und welches Setting dabei vorgesehen war?

Wir erhielten den Auftrag, eine Instruktion zu einem Thema aus unserem Betrieb vorzubereiten.

Da ich bewusst ein etwas spezielleres Thema wählen wollte, entschied ich mich für das «Montieren eines Entwerters»

Dies gehört bei meiner Arbeit nicht zu den Hauptaufgaben, darum musste mir der Ablauf zuerst beigebracht werden. Danach konnte ich bereits gut nachvollziehen, was bei der Instruktion zu beachten ist.

Vorgegeben für die Schulung war eine Dauer von 10–15 Minuten, der Einsatz von mindestens zwei Medien (Flipchart, Powerpoint etc.) sowie das Erreichen von zwei Lernzielen. Ziel war, dass die beiden Mitstudierenden nach der Instruktion selbstständig einen Entwerter betriebsbereit auf einem Sockel montieren und anschliessend mit einer Mehrfahrtenkarte die Kursbestätigung abstempeln konnten – was ihnen erfolgreich gelang.

Mithilfe der im Modul ISI erlernten Vorbereitungs- und Präsentationstechniken (z.B. Berliner Modell, AVIVA) bereitete ich die Instruktion gezielt vor und konnte diese mit Arbeitskollegen üben und optimieren. Dadurch war ich sehr gut vorbereitet.

Wie integrieren Sie Lernzeiten in Ihren Alltag und welche Schwierigkeiten ergeben sich dabei gegebenenfalls?

Lernen ist eine individuelle Sache, jede Person hat eigene Vorlieben und verfügbare Zeiten.
Ich persönlich kenne mich gut genug, sodass ich weiss, dass ich Aufgaben am besten sofort erledigen sollte, weil diese sonst liegen bleiben könnten. Deshalb schreibe ich meine Zusammenfassungen jeweils am Samstag nach dem Unterricht und versuche jeden Abend nach der Arbeit noch 1-2 Stunden zu lernen.
Und ja, dadurch bleibt weniger Zeit für Freunde, Familie und Privatleben, vor allem wenn man ein Arbeitspensum von 100% hat. Dies muss allen bewusst sein. Wichtig ist hierbei, eine Balance zu finden und die verfügbare Zeit sorgfältiger zu planen.

Wie können Sie vom Modul ISI, bzw. von den Präsentationstechniken im Arbeitsalltag profitieren?

Momentan selten, da ich in meiner Tätigkeit nicht oft Präsentationen halte. Ich kann das erlangte Wissen dafür in anderen Situationen anwenden, z. B. bei Instruktionen von Mitarbeitenden.

Für mich waren Präsentationen immer eine Stresssituation, die ich bereits in der Schulzeit nach Möglichkeit zu vermeiden versuchte.

Jetzt kenne ich bewährten Techniken, mit welchen ich Präsentationen gut vorbereiten kann, was mir bei zukünftigen Gelegenheiten helfen wird.

 Wie gefällt Ihnen bis jetzt die Weiterbildung zum Prozessfachmann bei der sfb?

Es ist eine interessante Weiterbildung. Wir erhalten vertiefte Kenntnisse in eine grosse Bandbreite von Bereichen und Themen. So kann ich herausfinden, in welche Richtung ich nach der Weiterbildung gehen möchte.
Es ist aber auch herausfordernd, da vieles aus einem produzierenden Betrieb abgeleitet wird, etwas, was ich aus meinem Werdegang nicht kenne. Mit etwas Hintergrundrecherche und im Austausch mit Dozenten und Mitstudenten erhalte ich das benötigte Wissen.

Das Unterrichtsmodell Blended Learning finde ich eine gute Sache, ein guter Mix aus Vor-Ort-Unterricht, Online-Unterricht und geführtem Selbstlernen, welche sich gut im Arbeitsalltag integrieren lassen.

Nun freue ich mich auf das 3. Semester und die Prüfungsvorbereitungen, auch wenn es herausfordernd wird, aber das Ziel rückt näher.